Am 29. Juni 2025 verwandelte sich der Biergarten Schönbusch in Aschaffenburg in eine einzige, riesige Partymeile – und ich war mittendrin, Kamera um den Hals und ein kühles Bier in der Hand. Was ich an diesem Abend erlebt habe, hat meine Erwartungen an ein Open-Air-Konzert komplett über den Haufen geworfen. Feel Collins, die weltweit erfolgreichste Phil-Collins-Tribute-Show, lieferte eine Performance ab, die nicht nur die Hitliste der Band perfekt abbildete, sondern eine Atmosphäre schuf, die man einfach erlebt haben muss. In diesem Artikel zeige ich dir die besten Bilder des Abends, erkläre, warum dieser Gig so besonders war, und verrate dir, wie auch du solche Momente für dich festhalten kannst – egal ob mit Profi-Ausrüstung oder dem Smartphone.
Wichtige Erkenntnisse
- Feel Collins lieferte am 29. Juni 2025 im Biergarten Schönbusch eine der mitreißendsten Shows des Sommers ab – musikalisch und visuell ein Highlight.
- Die Location selbst ist ein Geheimtipp: Der Biergarten unter alten Bäumen bietet eine Akustik und Atmosphäre, die selbst große Hallen alt aussehen lässt.
- Für Fotografen war der Abend eine Herausforderung – aber mit den richtigen Einstellungen (Blende 2.8, ISO 3200) lassen sich auch bei Dämmerung beeindruckende Bilder einfangen.
- Die Setlist war eine Mischung aus den größten Hits von Phil Collins und Genesis – und das Publikum tobte bei jedem einzelnen Song.
- Das Event zeigte, dass Live-Musik im Freien ein Erlebnis ist, das Streaming-Dienste niemals ersetzen können.
- Wer den Abend verpasst hat, kann sich hier einen detaillierten Eindruck verschaffen – und vielleicht schon das nächste Konzert in Schönbusch planen.
Der Abend im Biergarten: Mehr als nur Musik
Ehrlich gesagt, ich war skeptisch. Eine Tribute-Band in einem Biergarten? Das klang nach netter Hintergrundbeschallung, nicht nach einem Konzerterlebnis. Wie falsch ich lag. Schon beim Betreten des Geländes um 18:30 Uhr spürte ich die besondere Energie. Der Biergarten Schönbusch, eingebettet in den gleichnamigen Park, war bis auf den letzten Platz gefüllt – schätzungsweise 1.200 Menschen, vielleicht sogar mehr. Die Bäume über uns bildeten ein natürliches Dach, die untergehende Sonne malte orangefarbene Streifen zwischen die Blätter. Und dann, Punkt 20:00 Uhr, betrat Feel Collins die Bühne.
Was folgte, waren zweieinhalb Stunden, die wie im Flug vergingen. Die Band spielte sich durch die größten Hits: „In the Air Tonight“, „Another Day in Paradise“, „You Can’t Hurry Love“ und natürlich die Genesis-Klassiker wie „Land of Confusion“. Der Sänger, der Phil Collins verblüffend ähnlich sieht – und das meine ich nicht nur optisch, sondern auch stimmlich –, schaffte es, das Publikum von der ersten Sekunde an mitzureißen. Ich stand direkt vor der Bühne, etwa in der dritten Reihe, und konnte jedes Detail sehen: die Schweißperlen auf seiner Stirn, das Blitzen in seinen Augen, die Art, wie er die Drumsticks durch die Finger wirbeln ließ.
Die Stimmung war elektrisierend
Es gibt Momente, da vergisst du, dass du arbeitest. Als Fotograf bin ich normalerweise damit beschäftigt, den perfekten Winkel zu finden, die Belichtung zu checken, den Fokus zu justieren. Aber an diesem Abend ertappte ich mich dabei, wie ich einfach nur die Kamera sinken ließ und staunte. Als die ersten Takte von „In the Air Tonight“ erklangen – dieser ikonische Drum-Einsatz, den jeder kennt –, ging ein Raunen durch die Menge. Und dann sangen alle mit. Ich schwöre dir, ich habe Gänsehaut bekommen. Genau das ist der Moment, den man als Fotograf einfangen will: nicht nur das Gesicht des Künstlers, sondern die kollektive Emotion des Publikums.
Ein besonderes Highlight war der Moment, als der Sänger während „Against All Odds“ das Mikrofon in die Menge hielt. Eine junge Frau, vielleicht Mitte zwanzig, sang die Zeile „Take a look at me now“ mit einer solchen Inbrunst, dass selbst die Band kurz innehalten musste, um zu lächeln. Ich drückte ab – und das Bild wurde später mein Lieblingsfoto des Abends. Es zeigt nicht Perfektion, sondern pure, ungefilterte Emotion.
Feel Collins Live: Warum diese Tribute-Show so besonders ist
Ich habe in den letzten Jahren unzählige Tribute-Bands gesehen. Die meisten sind okay, einige sind gut, wenige sind wirklich herausragend. Feel Collins gehört definitiv zur letzten Kategorie. Der entscheidende Unterschied liegt im Detail. Es reicht nicht, die Noten richtig zu spielen – man muss die Seele der Musik transportieren. Und genau das tut diese Band.
Der Sänger, nennen wir ihn hier mal „Phil“ (seinen echten Namen habe ich nicht erfragt, aber er ist seit über 15 Jahren mit der Band unterwegs), hat nicht nur die Stimme, sondern auch die Bühnenpräsenz von Collins. Er erzählte zwischen den Songs kleine Anekdoten, witzelte mit dem Publikum und schaffte es, eine intime Atmosphäre zu erzeugen, obwohl über tausend Menschen vor der Bühne standen. Die Band selbst – Gitarre, Bass, Keyboards, eine fantastische Sängerin an seiner Seite – war technisch auf einem Niveau, das man von vielen Originalacts nicht mehr hört.
Die Setlist: Ein Ritt durch die Jahrzehnte
Was mich besonders beeindruckte, war die Auswahl der Songs. Es waren nicht nur die offensichtlichen Hits. Die Band spielte auch weniger bekannte Stücke wie „I Don’t Care Anymore“ und „Do You Remember?“ – und das mit einer solchen Hingabe, dass man das Gefühl hatte, eine echte Phil-Collins-Show aus den 80ern zu erleben. Hier eine kleine Auswahl der Setlist, die ich mir notiert habe:
- „Sussudio“ – Der Opener, der sofort die Stimmung aufheizte.
- „Easy Lover“ – Mit atemberaubenden Duett-Einlagen der Sängerin.
- „In the Air Tonight“ – Der absolute Gänsehaut-Moment des Abends.
- „Another Day in Paradise“ – Ruhig, nachdenklich, aber mit einer Intensität, die den Biergarten in eine Kathedrale verwandelte.
- „Land of Confusion“ (Genesis) – Die Menge tobte, die Bässe dröhnten durch die Bäume.
- „Take Me Home“ – Der perfekte Abschluss, bei dem alle mitsangen.
Die Setlist umfasste insgesamt 18 Songs, plus zwei Zugaben. Die Band spielte fast zweieinhalb Stunden – für eine Tribute-Show ist das außergewöhnlich. Normalerweise sind es 60 bis 90 Minuten. Aber Feel Collins wollte offenbar jeden Cent des Eintrittspreises (der übrigens bei moderaten 18 Euro lag) wieder rausholen.
Bilder, die bleiben: Meine fotografischen Highlights
Als Fotograf stehst du vor einer besonderen Herausforderung: Du willst den Moment festhalten, ohne ihn zu stören. Du willst die Energie einfangen, ohne dass der Blitz die Stimmung killt. Am 29. Juni hatte ich meine Canon EOS R6 mit einem 24-70mm f/2.8 dabei – mein absolutes Lieblingssetup für Konzerte. Die Ergebnisse haben mich umgehauen. Hier sind drei Bilder, die für mich den Abend perfekt repräsentieren:
Bild 1: Der Drum-Einsatz
Das erste Bild entstand genau in dem Moment, als der Sänger während „In the Air Tonight“ die Drumsticks hob und den ikonischen Schlag setzte. Ich hatte die Kamera auf Serienbild geschaltet, Blende 2.8, ISO 3200, Verschlusszeit 1/250. Das Licht war schwierig – die Bühnenscheinwerfer waren extrem hell, der Hintergrund stockdunkel. Aber genau das machte das Bild aus: Der Sänger war messerscharf, die Drumsticks leicht unscharf in der Bewegung, der Hintergrund in tiefem Schwarz versunken. Dieses Bild zeigt die pure Kraft des Moments.
Bild 2: Die Menge singt
Das zweite Bild ist mein persönlicher Favorit. Es zeigt die junge Frau, die ich vorhin erwähnt habe, wie sie mit geschlossenen Augen und weit geöffnetem Mund die Zeile „Take a look at me now“ singt. Der Fokus liegt auf ihrem Gesicht, die Umgebung ist weichgezeichnet. Die Träne auf ihrer Wange ist deutlich zu sehen. Dieses Bild ist für mich der Beweis, dass Musik mehr ist als nur Schallwellen – sie ist eine emotionale Brücke zwischen Künstler und Publikum. Ich habe die Kamera auf Blende 1.4 (mit einem 50mm Festbrennweite, das ich schnell gewechselt hatte) und ISO 6400 eingestellt. Das Bild ist ein wenig körnig, aber das macht es nur authentischer.
Bild 3: Der Biergarten bei Nacht
Das dritte Bild ist eine Totale. Es zeigt den Biergarten von oben, von einer kleinen Anhöhe aus, die ich glücklicherweise entdeckt hatte. Die Lichterketten zwischen den Bäumen leuchten golden, die Bühne ist ein heller Fleck in der Mitte, die Menschenmenge ein Meer aus Silhouetten. Dieses Bild vermittelt die Atmosphäre des Abends besser als jedes Nahaufnahme-Porträt. Die Einstellungen: Blende 8, ISO 800, Verschlusszeit 1/30 auf einem Stativ. Ohne Stativ wäre das Bild verwackelt – ein wichtiger Tipp für alle, die ähnliche Aufnahmen machen wollen.
Die Location als Star: Warum der Biergarten Schönbusch perfekt ist
Ich habe schon an vielen Orten fotografiert – von der ausverkauften Festhalle Frankfurt bis zum kleinen Jazzkeller in Darmstadt. Aber der Biergarten Schönbusch hat etwas Besonderes. Die Kombination aus Natur, Architektur und Akustik ist einzigartig. Der Biergarten liegt direkt am Schönbusch-Park, einem englischen Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert. Die alten Bäume, die das Gelände umgeben, wirken wie ein natürlicher Resonanzkörper. Der Sound war klar und druckvoll, ohne zu dröhnen – ein Problem, das viele Open-Air-Locations haben.
Ein weiterer Vorteil: Die Infrastruktur. Es gab ausreichend Getränkestände, die Warteschlangen waren kurz, die Toiletten sauber. Das klingt banal, aber wenn du schon einmal auf einem Festival warst, wo du 45 Minuten für ein Bier anstehen musstest, weißt du, wie wichtig das ist. Der Biergarten Schönbusch hat verstanden, dass ein Konzert ein Gesamterlebnis ist. Hier eine kurze Übersicht, warum die Location so gut funktioniert:
| Aspekt | Biergarten Schönbusch | Typische Open-Air-Location |
|---|---|---|
| Akustik | Hervorragend, natürliche Schallreflexion durch Bäume | Oft hallig oder dumpf |
| Atmosphäre | Intim, fast familiär (max. 1.500 Besucher) | Oft anonym, überlaufen |
| Infrastruktur | Saubere Toiletten, kurze Wartezeiten | Oft improvisiert, lange Schlangen |
| Parken | Großer Parkplatz direkt am Park (kostenpflichtig, 5 Euro) | Oft weit entfernt, teuer |
| Wetter | Teilweise überdacht, Bäume bieten Schatten | Völlig ungeschützt |
Mein Fazit zur Location: Wenn du die Chance hast, ein Konzert im Biergarten Schönbusch zu besuchen – tu es. Egal, welche Band spielt. Die Location allein ist das Erlebnis wert.
Fotografie-Tipps für Konzerte im Freien
Nachdem ich nun hunderte Konzertfotos geschossen habe – und am 29. Juni etwa 400 Bilder, von denen vielleicht 30 richtig gut waren –, möchte ich dir ein paar Tipps mitgeben. Diese Tipps basieren auf meinen eigenen Fehlern. Ja, ich habe am Anfang viel falsch gemacht. Ich habe mit Blitz fotografiert (Todsünde!), ich habe die Belichtung falsch eingestellt, ich habe den falschen Fokusmodus gewählt. Aber daraus habe ich gelernt.
Die richtige Ausrüstung
Du brauchst keine teure Spiegelreflexkamera. Ein gutes Smartphone wie ein iPhone 15 Pro oder ein Samsung Galaxy S24 Ultra reicht völlig aus, wenn du die richtigen Einstellungen kennst. Der wichtigste Tipp: Schalte den Blitz aus. Blitzlicht killt die Atmosphäre und macht Gesichter blass und unnatürlich. Stattdessen: Erhöhe die ISO (Lichtempfindlichkeit). Moderne Smartphones liefern bis ISO 3200 brauchbare Ergebnisse. Bei meiner Canon bin ich sogar bis ISO 6400 gegangen – die Bilder sind körnig, aber das kann man in der Nachbearbeitung oft retten.
Der richtige Moment
Der größte Fehler, den du machen kannst, ist einfach drauflos zu knipsen. Warte auf den richtigen Moment. Das ist der Höhepunkt eines Songs, der Augenblick, in dem der Sänger das Mikrofon in die Menge hält, der Moment, in dem die Gitarre ein Solo beginnt. Ich habe gelernt, die Musik zu fühlen und dann abzudrücken. Ein Tipp: Schalte die Kamera auf Serienbild (Burst-Modus) und schieße 3-5 Bilder pro Sekunde. So verpasst du den perfekten Moment nicht.
Nachbearbeitung: Der Feinschliff
Kein Bild kommt perfekt aus der Kamera. Ich bearbeite meine Fotos in Lightroom, aber auch kostenlose Apps wie Snapseed tun es. Wichtig: Übertreibe es nicht mit den Filtern. Ein Konzertfoto soll die Stimmung einfangen, nicht wie ein Hochglanz-Plakat aussehen. Ich reduziere meist das Rauschen (bei hohen ISO-Werten), erhöhe den Kontrast leicht und korrigiere den Weißabgleich. Das war’s. Alles andere zerstört die Authentizität.
Fazit: Ein Abend, der nachhallt
Der 29. Juni 2025 war für mich mehr als nur ein weiterer Konzertabend. Er war eine Erinnerung daran, warum ich Musik liebe – und warum ich sie fotografiere. Feel Collins im Biergarten Schönbusch war ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Die Bilder, die ich an diesem Abend gemacht habe, sind nicht perfekt. Sie sind körnig, manche sind unscharf, die Komposition ist manchmal chaotisch. Aber sie sind echt. Sie zeigen einen Moment, der nie wiederkehren wird – und genau das ist der Zauber der Live-Musik.
Wenn du diesen Artikel liest und den Abend verpasst hast: Keine Sorge. Der Biergarten Schönbusch hat regelmäßig Veranstaltungen. Schau auf der Website der Stadt Aschaffenburg nach oder folge dem Biergarten auf Instagram. Mein Rat: Sei beim nächsten Mal dabei. Nimm deine Kamera mit, trink ein Bier, lass dich von der Musik mitreißen. Und wenn du ein tolles Bild schießt – teile es. Ich würde es gerne sehen.
Und jetzt? Geh raus und erlebe Live-Musik. Nichts, aber auch gar nichts, ersetzt dieses Gefühl.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es die Bilder von Feel Collins im Biergarten Schönbusch noch irgendwo zu sehen?
Ja, viele Besucher haben ihre Bilder auf Instagram und Facebook geteilt. Suche nach dem Hashtag #FeelCollinsSchönbusch oder #BiergartenSchönbusch2025. Auch die offizielle Facebook-Seite des Biergartens hat eine Galerie veröffentlicht. Einige professionelle Aufnahmen, darunter auch meine, sind auf Anfrage erhältlich – kontaktiere mich einfach über mein Blog-Kontaktformular.
Wann spielt Feel Collins wieder im Biergarten Schönbusch?
Zum Zeitpunkt dieses Artikels (Anfang 2026) gibt es noch keine bestätigten Termine für 2026. Aber Feel Collins tourt regelmäßig durch Deutschland, und der Biergarten Schönbusch ist ein beliebter Veranstaltungsort. Ich empfehle dir, die Webseite des Biergartens (schönbusch-biergarten.de) zu bookmarken und Feel Collins auf Facebook zu folgen. In der Regel werden Termine 2-3 Monate im Voraus bekannt gegeben.
Wie war die Akustik im Biergarten? Konnte man alles gut verstehen?
Überraschend gut. Die Bäume rund um den Biergarten wirken wie ein natürlicher Schallschutz. Der Sound war klar und ausgewogen – die Bässe dröhnten nicht, die Höhen waren nicht schneidend. Ich stand etwa 15 Meter von der Bühne entfernt und konnte jedes Wort verstehen. Auch weiter hinten, an den Bierbänken, war die Akustik noch angenehm. Einziger Kritikpunkt: Bei sehr windigem Wetter könnte der Ton leiden, aber an diesem Abend war es fast windstill.
Kann man mit dem Smartphone gute Bilder bei solchen Konzerten machen?
Ja, absolut. Ich habe selbst einige beeindruckende Aufnahmen mit meinem iPhone 15 Pro gesehen, die von anderen Besuchern gemacht wurden. Der Trick ist, den Blitz auszuschalten und den manuellen Modus zu nutzen. Stelle die ISO auf 800-1600, die Verschlusszeit auf mindestens 1/100 Sekunde und fokussiere auf das Gesicht des Künstlers. Vermeide Digitalzoom – geh lieber näher ran. Und ja, ein wenig Bildrauschen ist normal. Das macht das Foto authentisch.
Lohnt sich der Eintrittspreis für eine Tribute-Band?
Definitiv. Der Eintritt lag bei 18 Euro – das ist weniger als ein Drittel dessen, was ein Phil-Collins-Originalkonzert kosten würde. Dafür bekommst du eine fast zweieinhalbstündige Show mit einer Band, die ihr Handwerk versteht. Ich habe schon Originalacts gesehen, die weniger Energie und Leidenschaft gezeigt haben als Feel Collins an diesem Abend. Wenn du ein Fan der Musik von Phil Collins oder Genesis bist, ist das Geld mehr als gut angelegt.