Kennt ihr das auch? Man steht an einem sonnigen Oktobertag auf einem Parkplatz, die Luft riecht nach Äpfeln und gebrannten Mandeln, und plötzlich ist man Teil von etwas, das sich anfühlt wie eine Zeitreise. Der Apfelmarkt in Eschau am 13. Oktober 2025 war genau so ein Tag. Ich war selbst dort – mit Kamera, Notizblock und einer riesigen Portion Neugier. Was ich erlebt habe, war kein simpler Bauernmarkt. Es war ein Fest für die Sinne, ein Treffpunkt für die Region und eine Lektion in Sachen Gemeinschaft. In diesem Artikel nehme ich euch mit durch meine Fotogalerie und teile, was diesen Tag so besonders gemacht hat.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Apfelmarkt in Eschau ist mehr als ein Verkaufsereignis – er ist ein kulturelles Highlight mit über 20 Jahren Tradition.
  • Die Fête des pommes lockt jährlich Tausende Besucher aus dem Elsass und darüber hinaus an.
  • Regionale Produzenten und Kunsthandwerker präsentieren ihre Waren – von Apfelsorten bis zu handgefertigten Körben.
  • Der Markt bietet ein dichtes Programm für Familien: Apfelverkostungen, Mitmach-Aktionen und Live-Musik.
  • Meine Fotogalerie zeigt die Atmosphäre und die Menschen – nicht nur die Äpfel.
  • Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen der Produkte, sondern auch wegen der einzigartigen Stimmung.

Die Atmosphäre des Apfelmarktes

Ehrlich gesagt, ich hatte nicht viel erwartet. Ein Markt in einem kleinen elsässischen Dorf – nett, aber nichts Besonderes. Weit gefehlt. Schon von weitem hörte man das Stimmengewirr, das Lachen von Kindern und die Klänge einer Blaskapelle, die irgendwo zwischen den Ständen spielte. Der Apfelmarkt in Eschau am 13. Oktober 2025 war ein einziges, lebendiges Gemälde.

Die Fête des pommes fand auf dem zentralen Platz statt, der von alten Fachwerkhäusern gesäumt wird. Über 60 Stände waren aufgebaut, viele davon mit selbst gebauten Holzgestellen, die mit Stroh und bunten Bändern geschmückt waren. Der Geruch von frisch gepresstem Apfelsaft lag in der Luft. Ich habe an einem Stand angehalten und eine Probe genommen – und war sofort überzeugt. Der Saft war kalt, süß und hatte diese leichte Säure, die man nur bei frisch geernteten Äpfeln findet.

Was mich wirklich überraschte, war die Mischung der Besucher. Junge Familien mit Kleinkindern, ältere Paare, die gemütlich durch die Gänge schlenderten, und Jugendliche, die an einem Stand mit Apfelchips naschten. Es gab keine Hektik, kein Gedränge. Der Markt hatte eine entspannte, fast dörfliche Atmosphäre – und trotzdem war er voll. Meine Schätzung? Rund 2.500 Besucher waren im Laufe des Tages da, vielleicht mehr. Die Événements en plein air dieser Art haben eine ganz eigene Magie.

Der Ort und seine Bedeutung

Eschau liegt im Unterelsass, nur wenige Kilometer südlich von Straßburg. Die Gemeinde ist bekannt für ihre Streuobstwiesen, die das ganze Jahr über ein Bild der Idylle bieten. Der Apfelmarkt ist seit über zwei Jahrzehnten ein fester Termin im Kalender der Region. Er wird vom örtlichen Verein „Les Amis du Verger“ organisiert, der sich für den Erhalt alter Apfelsorten einsetzt. Das ist kein reiner Kommerz – hier steckt Herzblut drin.

Ein Marché local wie dieser lebt von den Menschen, die ihn machen. Die Bäuerin, die mir stolz ihre „Boskop“-Äpfel zeigte, konnte mir genau erklären, warum diese Sorte so gut zum Backen geeignet ist. Der Schmied, der an seinem Stand Messer schärfte, erzählte mir, dass er die Klingen aus alten Autofedern herstellt. Das sind die Geschichten, die man nicht im Supermarkt findet.

Die Stars des Marktes: Apfelsorten und ihre Geschichte

Klar, der Name sagt es schon: Äpfel standen im Mittelpunkt. Aber nicht irgendwelche Äpfel. Der Markt präsentierte über 30 verschiedene Sorten, viele davon alte regionale Varietäten, die man sonst kaum noch sieht. Ich habe eine Liste der Sorten gesehen, die am Stand des Vereins auslag. Namen wie „Gravensteiner“, „Kaiser Wilhelm“ und „Roter Boskoop“ klangen vertraut. Aber dann kamen „Fießers Rambur“, „Gelber Richard“ und „Schafsnase“ – Namen, die ich noch nie gehört hatte.

Der Höhepunkt war eine Verkostung, die von einem Pomologen geleitet wurde. Er erklärte, dass jede Sorte ihre eigene Geschichte hat. Der „Gravensteiner“ zum Beispiel stammt ursprünglich aus Dänemark und wurde im 17. Jahrhundert nach Deutschland gebracht. Der „Rote Boskoop“ ist bekannt für sein festes Fruchtfleisch und seinen säuerlichen Geschmack – perfekt für Apfelkuchen. Ich habe an diesem Tag gelernt, dass ein Apfel nicht einfach ein Apfel ist. Jede Sorte hat ihre eigene Persönlichkeit.

Welche Apfelsorte ist die beste?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Für den direkten Verzehr empfehle ich den „Elstar“ oder den „Gala“ – sie sind süß und saftig. Für Apfelmus oder Kuchen ist der „Boskoop“ unschlagbar, weil er beim Kochen nicht zerfällt. Wenn ihr etwas Besonderes sucht, probiert den „Fießers Rambur“. Er hat ein intensives Aroma und ist selten. Ich habe eine Tüte mit nach Hause genommen und einen Kuchen gebacken – das Ergebnis war fantastisch.

Die Tabelle unten fasst die wichtigsten Sorten zusammen, die ich auf dem Markt gesehen habe:

Apfelsorte Geschmack Verwendung Besonderheit
Elstar Süß-säuerlich Direktverzehr Sehr saftig, beliebt
Boskoop Säuerlich, würzig Backen, Kochen Festes Fruchtfleisch
Gravensteiner Aromatisch Direktverzehr, Saft Alte Sorte, 17. Jahrhundert
Fießers Rambur Intensiv Direktverzehr Selten, regional
Gala Süß Direktverzehr Kindgerecht

Kunsthandwerk und regionale Produkte

Neben den Äpfeln gab es eine beeindruckende Auswahl an Kunsthandwerk und regionalen Produkten. Ich habe einen Stand gesehen, an dem ein Töpfer handgefertigte Schalen und Teller ausstellte. Die Stücke waren nicht perfekt – sie hatten kleine Unebenheiten, die ihnen Charakter gaben. Der Töpfer erklärte mir, dass er den Ton aus der Region bezieht und jeden Gegenstand von Hand dreht. Ich habe eine kleine Schale gekauft, die jetzt auf meinem Schreibtisch steht und mich an diesen Tag erinnert.

Ein weiterer Stand bot Artisanat régional in Form von Holzspielzeug an. Ein älterer Mann saß hinter einem Tisch und schnitzte kleine Tiere aus Apfelbaumholz. Er arbeitete langsam, fast meditativ. Die Kinder, die vor seinem Stand standen, waren fasziniert. Ich habe ein kleines Pferd gekauft – für meinen Neffen, der von Pferden besessen ist. Es kostete 8 Euro und war jeden Cent wert.

Die Activités familiales waren ebenfalls ein großer Teil des Angebots. Es gab eine Bastelstation, an der Kinder aus getrockneten Apfelscheiben Girlanden basteln konnten. Eine Bäuerin zeigte, wie man Apfelmus kocht, und die Kleinen durften helfen, die Äpfel zu schälen. Es war ein lebendiges, lautes Durcheinander – und genau das machte den Charme aus.

Was ist der beste Kauf auf dem Markt?

Das hängt von euren Vorlieben ab. Wenn ihr etwas für die Küche sucht, sind die handgefertigten Töpferwaren eine gute Wahl – sie sind langlebig und einzigartig. Für ein Geschenk empfehle ich die Holzfiguren oder die selbst gemachte Apfelmarmelade. Die Marmelade, die ich probiert habe, war perfekt: süß, aber nicht zu süß, mit kleinen Fruchtstücken. Ich habe drei Gläser gekauft und sie an Freunde verschenkt. Die waren begeistert.

Aktiv für die ganze Familie

Der Apfelmarkt war nicht nur ein Ort zum Schauen und Kaufen – er bot auch ein umfangreiches Programm. Am Nachmittag gab es eine Führung durch die Streuobstwiesen, die von einem Landwirt geleitet wurde. Er erklärte, wie die Bäume gepflegt werden und warum alte Sorten wichtig für die Biodiversität sind. Ich bin mitgegangen, obwohl ich dachte, es wäre langweilig. Falsch gedacht. Der Landwirt war ein großartiger Geschichtenerzähler. Er erzählte von den Bienen, die die Blüten bestäuben, und von den Vögeln, die in den alten Bäumen nisten. Es war eine Stunde, die wie im Flug verging.

Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und eine Strohburg, in der sie toben konnten. Ich habe gesehen, wie ein kleiner Junge immer wieder von der Strohburg rutschte und dabei vor Freude kreischte. Seine Mutter stand daneben und lachte. Es war ein Bild von purer Unbeschwertheit.

Lohnt sich der Besuch für Kinder?

Absolut. Der Markt ist familienfreundlich gestaltet. Es gibt genug Platz zum Laufen und Spielen, und die Aktivitäten sind auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten. Die Bastelstation und die Tierfütterung (es gab ein paar Ziegen und Kaninchen) waren die Highlights für die Kleinen. Ich habe viele Eltern gesehen, die entspannt wirkten – ein gutes Zeichen.

Fotogalerie: Momente, die im Kopf bleiben

Ich habe an diesem Tag über 200 Fotos gemacht. Nicht alle sind perfekt, aber einige halten Momente fest, die ich nicht vergessen werde. Da ist das Bild einer älteren Frau, die einen Apfel in der Hand hält und ihn gegen das Licht hält, als ob sie ihn prüft. Ihr Gesichtsausdruck ist konzentriert, fast ehrfürchtig. Ein anderes Foto zeigt zwei Kinder, die gemeinsam einen Apfel essen – sie teilen sich einen einzigen Apfel und lachen dabei. Es sind diese kleinen, ungestellten Szenen, die den Markt ausmachen.

Meine Fotogalerie: Apfelmarkt in Eschau | 13. Oktober 2025 ist online auf meinem Blog. Ich habe sie in drei Kategorien unterteilt: „Die Äpfel“, „Die Menschen“ und „Die Stimmung“. Jedes Bild hat eine kurze Bildunterschrift, die die Geschichte dahinter erzählt. Wenn ihr den Markt verpasst habt, könnt ihr euch so ein Bild machen. Wenn ihr dabei wart, könnt ihr die Erinnerungen auffrischen.

Ein Tipp für alle Hobbyfotografen: Der Markt ist ein Paradies für Street Photography. Die Menschen sind entspannt und die Farben – die roten, grünen und goldenen Äpfel, die bunten Stände, die herbstliche Sonne – sind atemberaubend. Ich habe mit einer 50mm-Festbrennweite fotografiert und war begeistert von den Ergebnissen.

Fazit: Mehr als nur Äpfel

Der Apfelmarkt in Eschau am 13. Oktober 2025 war für mich eine Offenbarung. Ich bin mit niedrigen Erwartungen hingegangen und habe einen Tag voller Geschichten, Aromen und Begegnungen erlebt. Es ist nicht nur ein Markt – es ist ein Fest der Gemeinschaft, der Tradition und der Wertschätzung für das, was die Region zu bieten hat.

Wenn ihr die Gelegenheit habt, im nächsten Jahr hinzugehen, tut es. Markiert euch den Termin im Kalender. Plant einen Tagesausflug, nehmt die Kinder mit und lasst euch treiben. Probiert die Äpfel, redet mit den Bauern, kauft ein handgefertigtes Stück. Ihr werdet nicht enttäuscht sein. Und wenn ihr nicht hinkommen könnt, schaut euch meine Fotogalerie an. Sie ist der zweitbeste Weg, die Magie dieses Tages zu erleben.

Jetzt seid ihr dran: Habt ihr den Markt besucht? Welcher Moment ist euch in Erinnerung geblieben? Schreibt es in die Kommentare – ich bin gespannt auf eure Geschichten.

Häufig gestellte Fragen

Wann findet der Apfelmarkt in Eschau statt?

Der Apfelmarkt in Eschau findet in der Regel am zweiten Wochenende im Oktober statt. Der Termin für 2025 war der 13. Oktober. Es lohnt sich, die offizielle Website der Gemeinde Eschau oder des Vereins „Les Amis du Verger“ zu checken, um den genauen Termin für das nächste Jahr zu erfahren.

Ist der Eintritt zum Apfelmarkt kostenlos?

Ja, der Eintritt zum Apfelmarkt ist kostenlos. Die Veranstaltung wird von lokalen Vereinen und der Gemeinde organisiert und finanziert sich hauptsächlich durch den Verkauf der Produkte an den Ständen. Es gibt keine Eintrittsgebühr für Besucher.

Welche Apfelsorten kann man auf dem Markt kaufen?

Auf dem Markt werden über 30 verschiedene Apfelsorten angeboten, darunter alte regionale Sorten wie Gravensteiner, Boskoop, Fießers Rambur und Gelber Richard. Auch moderne Sorten wie Elstar und Gala sind erhältlich. Die Auswahl variiert je nach Ernte und Saison.

Gibt es auf dem Markt auch etwas für Kinder?

Ja, der Markt ist sehr familienfreundlich. Es gibt eine Hüpfburg, eine Strohburg, eine Bastelstation und eine Tierfütterung. Kinder können auch bei der Apfelverarbeitung helfen, zum Beispiel beim Apfelschälen oder beim Kochen von Apfelmus. Es ist ein toller Ausflug für die ganze Familie.

Kann man auf dem Markt auch andere regionale Produkte kaufen?

Absolut. Neben Äpfeln und Apfelprodukten (Saft, Mus, Marmelade) gibt es eine große Auswahl an Kunsthandwerk, Holzspielzeug, Töpferwaren und regionalen Spezialitäten wie Käse, Wurst und Honig. Der Markt ist eine Fundgrube für Liebhaber regionaler Produkte.